Flüchtlingsarbeit braucht zusätzliche Fachkräfte

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Sozialausschuss des Enzkreises befürwortet auch ein Beratungsangebot für Rückkehrer in ihr Heimatland

Enzkreis. In 22 Städten und Gemeinden im Landkreis sind Flüchtlingsbeauftragte im Einsatz, die vorrangig die Ehrenamtsarbeit innerhalb der Kommunen koordinieren und unterstützen. Im Sozialausschuss des Enzkreises wurde gestern die Fortsetzung der Arbeit befürwortet, weil sich die Koordinierungsstellen bewährt hätten und im Alltag funktionierten. So sah es nicht nur Landrat Karl Röckinger in seiner Stellungnahme gegenüber den Kreisräten, auch Mühlackers OB Frank Schneider bestätigte die guten Erfahrungen, die man mit der Stelleninhaberin Sabine Rabl mache. Sozialdezernentin Katja Kreeb warnte vor der Fehleinschätzung, mit den künftigen Integrationsbeauftragten könne es zu Doppelbesetzungen kommen. Dem sei nicht so, denn diese würden sich in erster Linie um die Eingliederung der Geflohenen kümmern. Gleichwohl werde es im einen oder anderen Fall zu gewollten Überschneidungen kommen, insbesondere bis die künftigen Fachkräfte flächendeckend im Einsatz seien.

Im Ausschuss wurde der Vorschlag der Verwaltung, den Einsatz der Flüchtlingsbeauftragten um ein Jahr bis Ende 2018 zu verlängern, allgemein begrüßt, auch vor dem Hintergrund, dass im nächsten Jahr die Kreiszuschüsse für diese Stellen größtenteils aus Haushaltsmitteln finanziert werden müssten, weil die vom Land gewährte Betreuungspauschale für Flüchtlinge auf 18 Monate beschränkt ist. Nach dem aktuellen Stand fallen an Kreiszuschüssen rund 170000 Euro im Jahr an.

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