Flüchtling aus Afghanistan wird Deutscher Meister
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Mit 14 Jahren verließ Mansour Sadat sein Heimatland, nun ist er auf dem Weg zum Profi-Thaiboxer
Mansour Sadat kam vor zweieinhalb Jahren als Flüchtling aus Afghanistan nach Deutschland und lebt inzwischen im Haus Schmie. Seit dem vergangenen Wochenende ist der 16-Jährige Deutscher Junioren-Meister im Thaiboxen bis 70 Kilogramm. Schon in der ersten Runde schlug er seinen Gegner k.o..
Bilder mit Bibelsprüchen über dem Fenster, ein grüner Wandvorhang und nun auch ein Pokal: Der neue Deutsche Junioren-Meister im Thaiboxen[[br]]Mansour Sadat (re., mit seinem Trainer Carmelo Noto) hat sein kleines Zimmer im Haus Schmie mit einfachen Mitteln gemütlich gemacht. Foto: Eigner
Maulbronn-Schmie. „Ein Uppercut. Die Technik habe ich erst vor kurzem von meinem Trainer gelernt“, sagt Mansour Sadat und ahmt die Bewegung mit der Faust nach. Der Knockout in der ersten Runde seines Debütkampfes, den er am Wochenende auf einer Kampfgala in Heilbronn bestritt, brachte dem 16-Jährigen den zuvor vakanten Titel des Deutschen Meisters in dieser Alters- und Gewichtsklasse sowie einen golden glänzenden Pokal ein, den er in seinem Zimmer auf den Tisch gestellt hat. Ein einfacher, fast quadratischer Raum von vielleicht 16 Quadratmetern mit Einbauschrank und Waschbecken, darin Bett, Tisch und Stuhl, ein altes Sofa und ein Sessel, ein kleiner Couchtisch, ein grüner Wandvorhang – so lebt Mansour Sadat. Mit einfachsten Mitteln hat er es sich gemütlich eingerichtet.
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