Flickwerk im Kampf gegen Schlaglöcher

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Maulbronn/Enzkreis. „Es fängt wieder an“, klagt Elwert. „Die Kälte weicht jetzt aus den Straßen, und überall dort, wo in den vergangenen Wochen das Wasser durch Risse in den Asphalt eingedrungen und gefroren ist, bricht jetzt die Straße auf, wenn es wieder taut.“ Das Thema „Schlaglöcher“ werde seine Mitarbeiter wohl noch die ganze Woche beschäftigen, vermutet Elwert. Dabei müssten viele Schlaglöcher eigentlich überhaupt nicht sein, weiß der Leiter der Straßenmeisterei. „Dort, wo wir die Straßen im vergangenen Jahr provisorisch geflickt haben, bricht jetzt häufig genau neben den Flicken der Asphalt wieder auf.“

Mit Reparaturasphalt stopfen die Mitarbeiter der Straßenmeisterei die Schlaglöcher.

Mit Reparaturasphalt stopfen die Mitarbeiter der Straßenmeisterei die Schlaglöcher.

Und warum wird nicht gleich vernünftig repariert? „Ich habe im vergangenen Jahr 500000 Euro für die 518 Kilometer Bundes-, Landes- und Kreisstraßen in unserem Gebiet beantragt“, berichtet Elwert. „Bekommen habe ich 230000 Euro – davon 150000 für die Landesstraßen und 80000 für die Bundesstraßen.“ Deshalb sei manche Straße im wahrsten Sinne des Wortes ein wahres Flickwerk. „Eigentlich müsste man einige Strecken komplett sperren“, so Elwert. Denn schließlich könne es vorkommen, dass Schlagloch-Opfer Schadensersatz forderten. „Wir haben die Verkehrssicherungspflicht und müssen dafür sorgen, dass die Straßen in gutem Zustand sind“, so Elwert. „Alles, was tiefer als vier Zentimeter ist, gilt im juristischen Sinn als Schlagloch.“

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