Flaches Land, flache Hierarchien

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Zweite Heimat: Erik de Greef über Naturverbundenheit, Arbeitsleben und Humor im Land der Wohnwägen

Reisend, liberal und ohne Klassendenken – so ist der Holländer. Der Meinung ist zumindest Erik de Greef, seit 2001 Physiotherapeut in Mühlacker, wenn man ihn nach seinen niederländischen Landsleuten fragt.

Erik de Greef ist seit dem Jahr 2001 als Physiotherapeut in Mühlacker tätig und hat im Schwäbischen eine zweite Heimat gefunden.

Erik de Greef ist seit dem Jahr 2001 als Physiotherapeut in Mühlacker tätig und hat im Schwäbischen eine zweite Heimat gefunden. Foto: privat

Mühlacker. „Der Chef eines Unternehmens hat es in Deutschland einfacher“, findet Erik de Greef, und dennoch sei das nicht der Grund gewesen, wieso sich der Leiter des gleichnamigen Mühlacker Rehabilitationszentrums entschied, von Holland nach Deutschland zu ziehen. In den 1990ern sei der Arbeitsmarkt für Physiotherapeuten in Holland dermaßen überfüllt gewesen, dass er von 1996 bis 2001, immer noch wohnhaft in der Nähe von Eindhoven, täglich nach Mönchengladbach zur Arbeit fuhr. Seit 2001 ist er nun in Mühlacker sesshaft und leitet ein Zentrum für Physiotherapie, Rehabilitation und Prävention. „In Deutschland“, sagt der 42-Jährige, „steht der Chef über allen. In Holland hingegen steht er neben allen und führt lediglich eine Kontrollfunktion aus.“ In den Niederlanden könne es schon einmal vorkommen, dass der Prozess der Entscheidungsfindung ein Jahr lang andauert, weil alle Mitglieder gemeinsam, gleichberechtigt und verantwortlich mitentscheiden dürfen. „Das kann ziemlich nervenaufreibend sein“, gibt Erik de Greef zu.

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