Firmen-Abzocker aus Kasachstan

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Mühlacker (fg). Die Abzocke mit Einträgen in Internet-Datenbanken treibt neue Blüten. Nicht nur der GWE-Wirtschaftsinformationsdienst ist – trotz eines Verbots des Landgerichts Düsseldorf – weiterhin in der Region aktiv. Auch „lokale-suche.com“ verschickt derzeit Faxe an Unternehmen mit einem „Eintragungsvorschlag“. Die Mitarbeiter müssen nur die Daten prüfen, das Formular unterschreiben – und schon ist ihr Chef in einem Vertrag mit einer Laufzeit von drei Jahren gefangen, der ihn 2994 Euro kostet. Die Methode ist perfide: Im Korrekturfeld für den Standardeintrag, der kostenlos ist, stehen falsche Daten. Wer sie korrigiert und das Formular unterschreibt, gibt einen Businessauftrag über drei Jahre á 998 Euro in Auftrag – so verschwurbelt sind die Angaben auf dem Formular.

Im Fall des GWE-Wirtschaftsinformationsdiensts haben die Richter der Abzocke-Methode Sittenwidrigkeit bescheinigt. Mit der gleichen Methode geht lokale-suche.com auf Bauernfang. Die Verträge sollen übrigens an eine Faxnummer in Großbritannien geschickt werden. Hinter dem Anbieter der nutzlosen Datenbank steckt der Kaufmann Bazarov Bekbulat aus Karangady (Kasachstan), wo natürlich der Gerichtsstand im Falle von eventuellen Streitigkeiten ist.

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