Finger fliegen über die Saiten
Archiv
Bluesfrühling mit Joscho Stephan
Mühlacker. Klassik, Klezmer, Blues und Jazz: Weit mehr als purer Gipsy-Swing war am Freitag im Mühlehof zu hören. Der von mehr als 70 Besuchern gefeierte Auftritt des Gitarrenvirtuosen Joscho Stephan und seiner Mitstreiter krönte den Bluesfrühling 2013. „Eine in sich stimmige Veranstaltungsreihe“, sagte Volkshochschulleiterin Katja Rohloff zu den fünf Konzerten zwischen Februar und Mai und ließ rasch noch einige Sitzgelegenheiten im Foyer vor dem Gottlob-Frick-Saal aufstellen.
Mitreißender Auftritt: Joscho Stephan (Gipsy-Jazz-Gitarre), Günter Stephan (Rhythmusgitarre) und Volker Kamp (Bass). Foto: Appich
Das Rezept klingt einfach: Man nehme zwei klassische Gitarren und einen Kontrabass und würze das Ganze mit flotten Kommentaren – fertig. Was jedoch Joscho Stephan an der vollakustischen Gipsy-Jazz-Gitarre, Günter Stephan an der Rhythmusgitarre und Volker Kamp am Bass daraus machten, war schon einzigartig. Ihnen gelang es, den Gipsy-Swing im Stile des legendären Django Reinhardt unter Wahrung der künstlerischen Wurzeln neu zu interpretieren und mit rasant über die Saiten fliegenden Fingern das Publikum mitzureißen. Gefühlvoll vertiefte sich das Trio in Balladen wie Charlie Chaplins „Smile“, spielte fetzigen Jazz und Swing im Stile von Duke Ellington. Die drei ließen flotte südamerikanische Weisen und eigene Kompositionen erklingen, und für Klassikfans hatten sie Stücke wie Edvard Griegs norwegischen Tanz Nummer zwei parat. „Der Tanz Nummer eins war uns zu schwer“, räumte Stephan augenzwinkernd ein. Nicht der letzte Spruch, mit dem er sein Publikum zum Schmunzeln brachte.
Wir freuen uns, dass Sie sich für
einen Artikel interessieren.
Jetzt registrieren und weiterlesen.
- ➔ Alle Webseiteninhalte
-
➔ Inklusive aller
Artikel
- ➔ Jederzeit kündbar
Sie sind bereits Abonnent? Hier einloggen