Filmabend im Kommunalen Kino

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Pforzheim (pm). Wenn Christof Hilligardt und Nsindu Kabuiku zusammen eine Friedhofsanlage anlegen oder pflegen, dann greift ein Rädchen ins andere. Die beiden Männer arbeiten ohne viele Worte Hand in Hand. Und das, obwohl ihre Herkunft und ihre Lebensgeschichte nicht unterschiedlicher sein könnte. Christof Hilligardt und Nsindu Kabuiku stehen im Mittelpunkt des dritten Filmabends von „Pforzheim 2017 – Die Mischung macht’s“. Für ihr filmisches Porträt öffnet sich der Vorhang des Kommunalen Kinos am kommenden Sonntag, 30. Juli, um 18 Uhr.

Seit Jahrzehnten führt der gebürtige Pforzheimer Christof Hilligardt eine Friedhofsgärtnerei. Für den 60-Jährigen ist das Zusammenleben verschiedener Nationalitäten Alltag. Viele seiner Kunden kommen aus einem anderen Land, und über sein Team sagt er: „Für mich ist es selbstverständlich, dass die Hälfte meiner Beschäftigten einen Migrationshintergrund hat.“ Das beste Beispiel dafür ist Nsindu Kabuiku aus dem Kongo, der in der Friedhofsgärtnerei arbeitet. Der 57-Jährige flieht 1992 aus seiner Heimat nach Pforzheim, von wo er 1996 abgeschoben wird. Im Kongo wird er inhaftiert. Es folgt ein Jahr Gefängnis, bevor er erneut fliehen kann. Seither lebt Nsindu Kabuiku in Remchingen – zusammen mit seiner Frau, die 2001 nachgekommen ist, und seinen fünf Kindern.

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