„Fesseln nehmen letzten Lebensmut“

Archiv

Pforzheimer Betreuungsrichter gehen „Werdenfelser Weg“ zur Vermeidung von Fixierungen in Pflegeheimen

Etwa 400000 Menschen in deutschen Pflegeheimen sind täglich freiheitsentziehenden Maßnahmen wie Bauchgurten, Bettgittern oder Vorsatztischen ausgesetzt. Die Betreuungsrichter des Pforzheimer Amtsgerichts suchen nach Alternativen.

Für die Freiheit der Heimbewohner und gegen eine Fixierung machen sich im Pforzheimer Amtsgericht Dr. Sebastian Kirsch (3.v.li.) und Susanne Preisenhammer (2.v.li.) stark und überzeugen damit die Pforzheimer Betreuungsrichter sowie Vertreter der Heimaufsichts- und Betreuungsbehörden und des medizinischen Dienstes der Krankenkassen. Foto: Zachmann

Für die Freiheit der Heimbewohner und gegen eine Fixierung machen sich im Pforzheimer Amtsgericht Dr. Sebastian Kirsch (3.v.li.) und Susanne Preisenhammer (2.v.li.) stark und überzeugen damit die Pforzheimer Betreuungsrichter sowie Vertreter der Heimaufsichts- und Betreuungsbehörden und des medizinischen Dienstes der Krankenkassen. Foto: Zachmann

Pforzheim/Enzkreis. Grausam stranguliert liegt der Heimbewohner in seinem Krankenbett. Der Bauchgurt, der ihn eigentlich schützen soll, ist in seinen Halsbereich gerutscht und hat ihm nach einem zehnminütigen Todeskampf die Luft abgeschnürt. „Sie müssen nicht hinschauen, wenn Sie nicht möchten“, warnt Dr. Sebastian Kirsch die über hundert Besucher im Pforzheimer Amtsgericht, darunter zahlreiche Pflegekräfte und Heimleiter, bevor er ihnen solche und andere erschreckende Bilder vor Augen führt.

Wir freuen uns, dass Sie sich für einen logo Artikel interessieren. Jetzt registrieren und weiterlesen.

  • Alle Webseiteninhalte
  • Inklusive aller logo Artikel
  • Jederzeit kündbar

Sie sind bereits Abonnent? Hier einloggen

Artikel empfehlen