Fernab von Klischees und Heldenmythen
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Ausstellung „Reformation(en)“ in der Pauluskirche eröffnet – Vielseitige Auseinandersetzung mit einem spannenden Thema
Sie sind ein echter Blickfang, die fünf großen Schwarz-Weiß-Fotos, die über dem Altar der Mühlacker Pauluskirche hängen. Doch das Spektrum der Kunstwerke, die bei der Vernissage am Freitagabend auf großes Interesse stießen, ist noch weit breiter gefasst.
Pfarrerin Gabriele Goy (li.) und die Kuratorin der Ausstellung, Anastassia Biederstaedt. Foto: Jähne
Mühlacker. Die Pfarrer-Fotos des Mühlacker Künstlers Martin E. Kautter porträtieren allesamt geistlich-theologische Paare, die mal verheiratet, mal in „wilder Ehe“ ohne Trauschein leben, um in symbolträchtiger Weise den Fortschritt in den evangelischen Gotteshäusern zu repräsentieren. „Auch die Kirche geht mit der Zeit“, sagte Gemeindepfarrerin Gabriele Goy im Rahmen der Vernissage zur Jahresausstellung der Künstlergruppe Mühlacker, die den Titel „Reformation(en)“ trägt und zu der die Pfarrerin die Künstler ins evangelische Gotteshaus eingeladen hatte. Die Inspiration zum Thema lieferte das Reformationsjubiläum: Vor 500 Jahren hatte ein Theologieprofessor namens Martin Luther die Kirche grundlegend verändert und erneuert, doch am Abend der sehr gut besuchten Vernissage holte Goy in ihrer Ansprache sogar noch ein wenig weiter aus: „Fortschritt resultiert aus fortwährender Veränderung; sei es in der Kunst, in der Literatur oder sonstwo.“ Die Reformation sei daher wie das regelmäßige Upgrade auf dem Computer, um eingefahrenen Denkprozessen die entsprechende Frischzellenkur zu verpassen.
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