Feinsinniger Interpret an der Orgel
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In der Maulbronner Klosterkirche beeindruckt Sebastian Eberhardt mit Werken von Mendelssohn, Böhm, Bach und Vierne.
Maulbronn. Wer lange wenig oder gar keine Musik live erlebt hat und auch die von vielen geschätzte Konzertreihe im Kloster Maulbronn vermissen musste, weiß es zu schätzen, dass es auch die Klosterkonzerte Maulbronn wagten, eine kleine, feine Konzertreihe auf die Beine stellten. Auf das delian::quartett folgte der Künstlerische Leiter der Klosterkonzerte Sebastian Eberhardt höchstpersönlich. War er in den letzten Jahren bereits als Dirigent mit dem Chor des Evangelischen Seminars Maulbronn in der Konzertreihe aufgetreten, präsentierte er sich nun als Organist.
Sebastian Eberhardt. Foto: Conrad Schmitz
Ausgesucht hatte er sich für dieses besondere Konzert Werke und Komponisten, die ihm persönlich am Herzen liegen: Felix Mendelssohn Bartholdy, Georg Böhm, Johann Sebastian Bach und Louis Vierne. War er vor dem Konzert noch angespannt, so verflog die Nervosität an einem seiner Lieblingsplätze im Kloster schnell. Klug und sensibel registriert, erklang auf der Grenzing-Orgel die Sonate Nummer 1 von Felix Mendelssohn, frisch und lebendig, voller Zuversicht die Choralpartita „Wer nur den lieben Gott lässt walten“ von Böhm. Dann aber perlten Klänge von Bachs fünfter Triosonate durch die Kirche und glitzerten in der Klosterkirche. Unaufgeregt überließ Eberhardt der Musik den Vortritt, fast schien es, als wären es tatsächlich drei partnerschaftliche Stimmen, die als Trio die Sonate darbieten.
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