Fehlende Wertschätzung und ihre Folgen
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Bei einer Veranstaltung zum Frauentag machen die Rednerinnen deutlich, welche Ungleichheiten nach wie vor bestehen
Mühlacker. Vieles wurde erreicht. Dennoch hat der Internationale Frauentag nichts von seiner Aktualität eingebüßt. Schrecklicher Beleg: der Mord an einer Frau aus Syrien vor gerade einmal einer Woche in Mühlacker. Auch dieses Ereignis war ein Thema beim Fest am Donnerstag im Pavillon der Musikschule Gutmann.
Herta Gutmann (v.li.), Stefanie Seemann, Martina Klöpfer und Birgit Förster fordern bei einer Veranstaltung zum Internationalen Frauentag die Gleichstellung von Mann und Frau. Foto: Stahlfeld
„Ihr wurde kein selbstbestimmtes Leben zuerkannt“, sagte die Gleichstellungsbeauftragte des Enzkreises, Martina Klöpfer, über die getötete Frau und bat ihre Zuhörerinnen, kurz innezuhalten. Über 70 Frauen hatten sich zur zentralen Feier des Enzkreises eingefunden. „Brot und Rosen“ standen am Internationalen Frauentag einmal mehr für die Forderungen nach Existenzsicherung, Würde und Chancengerechtigkeit. „Es geht um Macht“, kritisierte Martina Klöpfer fehlende Wertschätzung, die wie im aktuellen Fall sogar zum Mord führte. Eine weitere Schieflage im Verhältnis Mann und Frau: die finanzielle Situation. So verdienen im Enzkreis Frauen bei vergleichbarer Qualifikation circa 20 Prozent weniger als Männer, sagte die Gleichstellungsbeauftragte und forderte die Frauen auf, sich nicht nur mit Minijobs zufriedenzugeben. Sie warnte vor einer zu geringen Absicherung im Alter.
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