Faust in Radio und Hörspiel

Archiv

Knittlingen (pm). Das neue Veranstaltungsprogramm des Faust-Museums/Faust-Archivs beginnt am Sonntag, 25. Februar, um 16 Uhr mit „Faust zum Hören“. Der Literaturwissenschaftler Dr. Jost Eickmeyer von der Freien Universität Berlin referiert bei freiem Eintritt über Faust-Hörspiele und widmet sich dabei einem Genre, das sich durch ungewöhnliche Konzentration auf das gesprochene Wort auszeichnet.

Die erste große rein akustische Präsenz gewinnt Goethes Faust mit der Kölner Hörspielabteilung des NWDR in den frühen 1950er Jahren. Unter Wolfgang Semmelroths Regie entstanden eine Reihe von Klassiker-Adaptionen der Weltliteratur für den Rundfunk, darunter selbstverständlich Faust (1952). Mit der „Langspielplatten“-Edition des ersten Teils nach der Düsseldorfer Inszenierung von Gustav Gründgens folgte schon 1954 ein Faust auf Tonträgern. In diesem kommerziell sehr erfolgreichen und bis heute vertriebenen Hörspiel, das Gründgens selbst für den Funk einrichtete, während Peter Gorski die Aufnahmeregie führte, steht zweifellos das Wort im Vordergrund, und es lohnt sich, genauer nachzuvollziehen, wie diese ganz auf Faust und Margarete zugeschnittene Fassung primär durch Stimmen und Musik ihre Wirkung entfaltet.

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