Farbenfrohe Kunst spricht die Sinne an
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Frühlingsfeier im Hölderlin-Haus
Maulbronn (pm). 1913 fand die erste Eurythmieaufführung statt – jetzt vor 100 Jahren. Was der Mensch sonst als Sprache mit ihren Lauten, als Musik über das Hören aufnimmt, bringt diese noch junge Kunst durch die ganze farbig bewegte Gestalt bis in die Fingerspitzen in einem lebendigen Prozess zur Sichtbarkeit im Raum. Bei der Frühlingsfeier im Hölderlin-Haus der Anthroposophia Maulbronn erlebten die Besucher durch die drei jungen Eurythmistinnen Emily Grassinger, Raphaela Kühne und Magdalena Sprich eine Vielfalt an Gestaltungsmöglichkeiten, begleitet von der Rezitation Brigitte Schreckenbachs. Die verschiedenen Dichtungen und Kompositionen stellten höchste Ansprüche, forderten eine wache Präsenz und stetige Verwandlungsbereitschaft. So wurde Werke von Steiner, Goethe, Bach, Mörike und Mozart zum farbenfrohen Fest; denn das Gewand und der zarte Schleier darüber in seiner ständigen Bewegung waren genau abgestimmt auf Wesen und Charakter des jeweiligen Programmpunkts.
Stark berührte das „Serbokroatische Volkslied“ das Publikum. Dabei handelte es sich um eine Erzählung vom Kampf des Königssohnes Marko mit der sechsfach geflügelten Schlange, aus dem er nur lebend hervorgehen konnte, indem er seine verstorbene Mutter zu Hilfe rief. Durch deren liebevolle Hinwendung zur Schlange wurde er gerettet.
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