„Familienherberge ist eine Kraftquelle“

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Katja Mast und Staatssekretär Dr. Rolf Schmachtenberg nehmen beim Besuch in Schützingen klare Bitten von Betroffenen entgegen

Was es heißt, den Alltag mit einer schwerstbehinderten Tochter zu bewältigen, hat Karin Lütte der SPD-Bundestagsabgeordneten Katja Mast und Dr. Rolf Schmachtenberg, Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, bei deren Besuch in der Familienherberge Lebensweg vor Augen geführt.

„Familienherberge ist eine Kraftquelle“

Die SPD-Bundestagsabgeordnete Katja Mast (4. v. re.) verspricht, sich in Berlin für die Familienherberge Lebensweg einzusetzen. Beim Besuch von Katja Mast, Staatssekretär Dr. Rolf Schmachtenberg (3. v. re.) vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales sowie Dr. Michael Konrad (2. v. re.) vom Landesministerium für Soziales und Integration schildern Katrin Lütte (2. v. li.) und ihr Lebensgefährte den Alltag mit einer schwerstbehinderten Tochter. Aufmerksame Zuhörer sind dabei auch Karin Eckstein (li.), Initiatorin der Familienherberge Lebensweg, Dr. Udo Beller (4. v. li.) und Eberhard Reschke (re.) vom Förderverein der Familienherberge. Foto: Goertz

Illingen-Schützingen. Lara ist zehn Jahre alt, als Frühchen auf die Welt gekommen und mehrfach behindert. Unter anderem leidet sie an epileptischen Anfällen. Mit einem Schlag hat sie das Leben ihrer Mutter Karin Lütte völlig auf den Kopf gestellt. Nach fünf Monaten zwischen Tod und Leben und drei Operationen durfte Lara die Klinik verlassen. „Seitdem bin ich 24 Stunden am Tag, sieben Tage in der Woche, auf meine Tochter fokussiert“, berichtet Karin Lütte. Sie „funktioniere“ so seit fast elf Jahren, sagt die ehemalige Arzthelferin, weil sie einige Kraftquellen habe. „Eine davon ist hier.“ Mit „hier“ meint sie die Familienherberge Lebensweg, wo sie und ihr Partner eine Auszeit genießen können, während Fachkräfte sich um Lara kümmern. „Ich war seit acht Jahren nicht mehr mit meinem Partner essen“, erzählt Lütte – und dabei versagt ihr fast die Stimme. Sie kämpft mit den Tränen. „Aber durch diese Einrichtung ist das möglich geworden“, macht die Mutter deutlich, dass das, was für andere Familien ganz normaler Alltag ist – Zeit für den Partner und Zeit für eigene Interessen – bei ihr eigentlich gar nicht stattfindet.

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