Fair handeln und fair gehandelten Kaffee trinken
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Ausstellung im Mühlacker Rathaus von WeltPartner informiert über die Situation der Kleinbauern in Burundi
Mühlacker (eld). Jede 20. Tasse Kaffee, die in Deutschland getrunken wird, stammt aus fairem Handel. „Das ist steigerungsfähig“, sagte am Montag Matthias Trück vom Arbeitskreis „Eine Welt“ bei der Eröffnung der Wanderausstellung „Fair gehandelter Kaffee wirkt!“ im Foyer des Mühlacker Rathauses. Die von WeltPartner (Ravensburg) konzipierte Ausstellung informiert am Beispiel des Café du Burundi über die Situation von Kleinbauern und wie sich fairer Handel auf die Lebenssituation der Menschen auswirkt. Auf acht Wänden werden die Themen Wertschöpfungskette, ökologischer Anbau, faire Preise, Ernährungssouveränität, Chancen für Kleinbauern und unter anderem Schule statt Kinderarbeit aufgegriffen.
Buchautor Philipp Ziser (v.li.) sowie Brigitte Schmalz, Edith Bernhard, Matthias Trück und Carola Müller vom Arbeitskreis „Eine Welt“ werben für Kaffee aus fairem Handel. Foto: Stahlfeld
In seiner Rede zur Ausstellungseröffnung machte Trück im großen Ratssaal deutlich, dass kaum ein Produkt so für den fairen Handel steht, wie der Kaffee. Von 2017 bis 2018 sei der Umsatz um neun Prozent auf 23 500 Tonnen gestiegen. Dennoch sah Trück noch Luft nach oben, zumal die Situation für die Kaffeebauern angespannt sei. Als Gründe nannte er unter anderem den Klimawandel und den Verfall der Börsenpreise. Die Preise seien auf ein Niveau gefallen, das teilweise kaum die Produktionskosten decke. In Burundi besitze eine Familie meist nicht mehr als einen halben Hektar Land. Diese Fläche würde dann zur Hälfte für den Kaffeeanbau als Einnahmequelle und zur anderen Hälfte zur existenziellen Eigenversorgung mit Gemüse und Früchten genutzt.
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