Fahrlässige Brandstiftung: Stümperei mit Folgen
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Heiße Abgase eines Schmelzofens verursachen einen Dachstuhlbrand – Bewährungsstrafe für Ofenbetreiber
Pforzheim. Was bis zum 27. November 2018 nur eine fehlende Genehmigung für einen Schmelzofen war, verwandelte sich mit dem Dachstuhlbrand an der Karolingerstraße in den Vorwurf der Brandstiftung. Das Schöffengericht verurteilte jetzt den Betreiber des Schmelzofens zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr.
Dabei wollte der 57-Jährige nur ein Verfahren zur Extraktion entwickeln, welche Substanzen genau gewonnen werden sollten, blieb im Lauf des Prozesses nebulös. Der 73-jährige Investor aus München hoffte auf seltene Erden. Sein Forscher, der gleichzeitig als Angestellter die Anlage beaufsichtigte, befeuerte – laut eigenen Angaben – das hehre Ziel der Herstellung von verträglicheren Implantaten für die Medizintechnik. Immer wieder heizte er dazu den Ofen auf Temperaturen von rund 1000 Grad auf. Bevor sich jedoch die erhofften Erfolge einstellten, entfachten die Abgase in dem Gebäude einen Dachstuhlbrand. Schaden: rund 360000 Euro.
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