Facebook-Foto hilft nicht weiter

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Rettungskräfte wünschen sich bei Verkehrsunfällen Helfer statt selbst ernannte Reporter

Gaffen, anstatt Hilfe zu leisten: Das kommt bei Verkehrsunfällen immer wieder vor. Viel bedenklicher ist allerdings die Entwicklung, Unfallbilder auf Facebook zu veröffentlichen.

Ein Foto kann kein Leben retten, ein Kurs in Erster Hilfe schon. Bevor professionelle Rettungskräfte am Unfallort anrücken, sollten Zeugen des Unglücks anpacken, statt nur auf den Auslöser ihres Mobiltelefons zu drücken. Laut dem Mühlacker Feuerwehrkommandanten Ralph Keipp machen die Leute häufig nur Fotos und fahren anschließend einfach weiter.

Ein Foto kann kein Leben retten, ein Kurs in Erster Hilfe schon. Bevor professionelle Rettungskräfte am Unfallort anrücken, sollten Zeugen des Unglücks anpacken, statt nur auf den Auslöser ihres Mobiltelefons zu drücken. Laut dem Mühlacker Feuerwehrkommandanten Ralph Keipp machen die Leute häufig nur Fotos und fahren anschließend einfach weiter. Foto: Fotolia

Enzkreis. „Die Leute machen Bilder und fahren einfach weiter“, klagt der Mühlacker Feuerwehrkommandant Ralph Keipp. Und dann würden Fotos des Unfallgeschehens blitzschnell auf Facebook gepostet – ohne die Kennzeichen der beteiligten Unfallfahrzeuge vorher zu verpixeln. „Es gibt Fälle, in denen über Facebook Angehörige von vermeintlichen Unfallopfern kondoliert wurde, und nachher stellte sich heraus, dass es eine Verwechslung war.“ Eine Beileidsbekundung kann man zurückziehen, doch der Schock, den Betroffene bis zur Aufklärung der Verwechslung erleben, sitzt tief.

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