Explosiver Vergangenheit auf der Spur

Archiv

Geschichtliche Wanderung des Historisch-Archäologischen Vereins zum Munitionslager stößt auf ein enormes Interesse

Ötisheim/Maulbronn. Hier ein Stück Stacheldrahtzaun, dort ein besonderer Grenzstein oder eine alte Zaunhalterung – nur noch wenige Fundstücke im Wald zwischen Ötisheim, Schmie und Maulbronn erinnern daran, dass hier einst ein Munitionslager der Bundeswehr stand, das später zum Materialdepot umgewandelt wurde. Die Ötisheimerin Susanne Lindner, geboren 1963, ein Jahr vor Inbetriebnahme des Munitionslagers, ist mit dem Militärsperrgebiet aufgewachsen und hat sich zusammen mit Ehemann Claus auf Spurensuche in den Archiven und in der Bevölkerung begeben. Ihre Ergebnisse präsentierte sie am Samstagnachmittag bei einer Wanderung des Historisch-Archäologischen Vereins (HAV) den rund 100 geschichtlich interessierten Wanderfreunden.

Susanne Lindner führt im Auftrag des HAV rund 100 geschichtsinteressierte Wanderfreunde durch das ehemalige Militärsperrgebiet in den Wäldern zwischen Ötisheim und Maulbronn. Fotos: Schröder

Susanne Lindner führt im Auftrag des HAV rund 100 geschichtsinteressierte Wanderfreunde durch das ehemalige Militärsperrgebiet in den Wäldern zwischen Ötisheim und Maulbronn. Fotos: Schröder

Die Resonanz auf die Führung, die Susanne Lindner als Mitglied der Ötisheimer Naturfreunde bereits 2014 angeboten hatte, war überwältigend. Sogar ein Zeitzeuge reiste aus der Nähe von Bruchsal an, um sich über das Bundeswehrlager zu informieren. Der mittlerweile pensionierte Wolfgang Hirschberger war Infrastrukturoffizier bei der Bundeswehr und unter anderem zuständig für das Materialdepot, das er als letzte Amtshandlung am 31. Dezember 1995 schloss.

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