„Es ist falsch, nichts zu tun“
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Die Stadt Maulbronn dankt dem Ehepaar Eifried für einen lebensrettenden Erste-Hilfe-Einsatz am Tiefen See. Ein Badegast hatte dort Mitte August einen Herz-Kreislauf-Stillstand erlitten.
Maulbronn. Bei einem Notfall Erste Hilfe zu leisten, sollte eigentlich selbstverständlich sein. Trotzdem kommt es immer wieder vor, dass Passanten bei Unfällen die Augen verschließen, wegschauen – sei es aus Angst oder aus Unwissenheit darüber, was zu tun ist. Umso positiver sticht das Verhalten von Sandra und Heiko Eifried heraus. Mitte August hatte das Ehepaar gemeinsam mit weiteren Helfern bei einem kollabierten Badegast wichtige Erste-Hilfe-Maßnahmen geleistet und so Schlimmeres verhindern können. Bei der Gemeinderatssitzung in dieser Woche wurden die Sanitätshelferin und der Technische Leiter der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft Maulbronn, die beide auch beim örtlichen Roten Kreuz tätig sind, nun für ihren lebensrettenden Einsatz am Tiefen See mit einem Blumenstrauß, einem Weinpräsent und anerkennenden Worten von Bürgermeister Andreas Felchle geehrt.
Mit einem Blumenstrauß bedankte sich die Stadt Maulbronn bei Sandra und Heiko Eifried für ihren Erste-Hilfe-Einsatz am Tiefen See. Foto: Willimek
„Jeder sollte den Mut haben, in einer solchen Situation zu helfen“, findet Sandra Eifried, als sie im Gespräch mit unserer Zeitung auf das Geschehene zurückblickt. Ereignet hatte sich der Zwischenfall an einem Sonntag Mitte August, als ein älterer Herr, der offenbar gerade vom Baden aus dem Tiefen See gekommen war, plötzlich am Ufer zusammenbrach. Die anderen Badegäste reagierten zügig, unter ihnen Sandra und Heiko Eifried, die an diesem Tag privat den See besucht hatten. „Unser Sohn hat den Vorfall sofort bemerkt und uns darauf aufmerksam gemacht“, erinnert sich die Ersthelferin. Gemeinsam mit ihrem Mann habe sie, so Eifried, unmittelbar begonnen, den Badegast, der offenbar wegen eines Herzinfarkts einen Herz-Kreislauf-Stillstand erlitten hatte, zu reanimieren. Zu den Maßnahmen gehörte auch, dem Bewusstlosen mit Hilfe von Decken Schatten zu spenden, wofür sich andere hinzukommende Helfer bereiterklärt hatten. Bald trafen der Notarzt und später auch ein Rettungshubschrauber ein, mit dem der Mann letztendlich ins Krankenhaus transportiert wurde. „Soweit ich gehört habe, geht es ihm inzwischen wieder gut“, sagt die Helferin.
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