„Es ist der Drang nach Freiheit“
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27. Ententreffen lockt Fahrer der Kultautos aus ganz Deutschland und den Nachbarländern auf den Mühlacker Festplatz
Es ist ein Aufkleber, der sich auf mehreren der Fahrzeuge wiederfindet, die über Pfingsten auf dem Mühlacker Festplatz anzutreffen sind: „Ceci n‘ est pas une voiture...c’est un art de vivre“, klebt auf dem 2CV. Nein, eine Ente ist nicht nur ein Auto, sondern eine regelrechte Lebensweise über Generationen hinweg – wie ein Rundgang auf dem 27.Ententreffen belegt.
Das Fahren des Kultautos ist längst zur Familiensache geworden – und als solche versteht sich auch die illustre Runde auf dem Festplatz, wo im Notfall zusammen am Auto geschraubt wird.
Mühlacker. Ist es genetische Veranlagung eine „Ente“ zu fahren? Scherzhaft schließt das Silke Immenroth aus Neidenstein (Rhein-Neckar-Kreis) nicht aus, als sie gefragt wird, warum sie eine „Ente“ fährt. „Ich bin damit aufgewachsen und vom Vater infiziert worden“, erzählt sie schließlich ihre Enten-Geschichte und steht damit in Mühlacker nicht alleine da. Längst sitzen die Kinder und Enkel der 2CV-Fahrer hinterm Steuer, die einst diese Bewegung mitbegründeten. Was aber zeichnet diese Lebensweise aus, die sich mit dem französischen Kultauto verbindet, das am 27. Juli 1990 im portugiesischen Mangualde zum letzten Mal vom Band rollte? „Es ist der Drang nach Freiheit und Einfachheit“, versucht Rüdiger, der sich ebenfalls auf dem traditionellen Treffen eingefunden hat, das Lebensgefühl der Entenfahrer zu beschreiben. Während die Autos im Allgemeinen mit immer mehr PS und Luxus ausgestattet würde, gebe es bei der Ente eben lediglich den Motor, die Hupe und die Reifen.
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