Erntedank

Archiv

Gedanken von Angela Hahnfeldt, Pfarrerin in Freudenstein und Hohenklingen

In meinem Garten habe ich dieses Jahr versucht, Gemüse anzubauen. Der Boden war eher karg, also habe ich eine Ladung Kompost darauf verteilt. Mais, Bohnen, Kürbis und Zucchini habe ich auf der Fensterbank vorgezogen und im Mai ausgepflanzt. Nach dem Frühregen kamen die Schnecken, dann ein langer heißer Sommer. Am Ende haben wir Mais, Bohnen und Kürbisse geerntet. Sie waren das kostbarste Gemüse, das wir diesen Sommer gegessen haben. Es waren kleine Früchte, der Mais hatte manchmal nur einzelne Körner am Kolben, die etwa acht Kürbispflanzen ergaben zwei kleine orangefarbene Kürbisse, und der Ertrag der Bohnen passte in zwei Kinderhände. Alles in allem eine magere Ausbeute, obwohl wir nach unserem Ermessen viel Arbeit, Wasser, Sorge um Wuchs und Gedeihen hineingesteckt hatten. Es war ja schließlich „unser“ Gemüse.

Erntedank

Hahnfeldt.

Eine andere Beziehung habe ich zu den Kürbissen, die ich zur Dekoration vor meine Haustür gestellt habe. Ich habe sie für wenige Euro an einem Stand gekauft. Vielleicht könnte man sie auch essen, aber so ganz genau weiß ich es nicht. Wenn der Winter kommt, werden sie matschig und zusammengefallen auf meinem Kompost landen. Sie sind für mich Mittel zum Zweck für eine hübsche, herbstliche Haustür. Mir kommt bei ihrem Anblick kein Gedanke an Kürbissuppe oder arbeitsame Stunden im Garten.

Wir freuen uns, dass Sie sich für einen logo Artikel interessieren. Jetzt registrieren und weiterlesen.

  • Alle Webseiteninhalte
  • Inklusive aller logo Artikel
  • Jederzeit kündbar

Sie sind bereits Abonnent? Hier einloggen

Artikel empfehlen