Ernst, aber nicht hoffnungslos

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Die Finanzlage in Ölbronn-Dürrn ist angespannt. Für Investitionen braucht es künftig Darlehen.

Ölbronn-Dürrn. Nach vier Beratungsrunden hat der Ölbronn-Dürrner Gemeinderat am Donnerstag den Haushaltsplan für das Jahr 2020 einstimmig beschlossen. Der Etat weist Erträge von rund 6,8 Millionen Euro und Aufwendungen von circa 8,4 Millionen Euro aus und schließt mit einem Fehlbetrag von 1,6 Millionen Euro ab. Der Fehlbetrag resultiert im Wesentlichen aus den um 800000 Euro geringeren Gewerbesteuererträgen und der hohen Umlagebelastung. Für Investitionen sind 503600 Euro nötig. Kreditaufnahmen sind nicht vorgesehen. Der Schuldenstand beläuft sich zum Jahresende auf voraussichtlich 596693 Euro, das entspricht 172,90 Euro pro Einwohner. Der Stand der liquiden Mittel sinkt auf 744880 Euro.

Nach der mittelfristigen Finanzplanung wird der Ergebnishaushalt voraussichtlich auch in den Folgejahren mit erheblichen Fehlbeträgen abschließen. Zahlungsmittelüberschüsse, die zur Finanzierung von Investitionen benötigt werden, können nicht erwirtschaftet werden. Deshalb müssten im Finanzplanungszeitraum 2021 bis 2023 Darlehen in Höhe von vier Millionen Euro aufgenommen werden, um die veranschlagten Investitionen finanzieren zu können. Die Pro-Kopf-Verschuldung im Kernhaushalt würde damit bis 2023 auf 1260 Euro pro Einwohner ansteigen. „Der Haushalt ist ein Nothaushalt, der der Corona-Lage geschuldet ist, und keiner kann sagen, ob das Ende der Fahnenstange schon erreicht ist“, kommentierte Bürgermeister Norbert Holme das Zahlenwerk. Die Entwicklung sei äußerst kritisch zu sehen, vielleicht müsse man künftig kleinere Brötchen backen. Dennoch sei die Lage zwar ernst, aber nicht ganz hoffnungslos.

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