Ermutigung zum Leben

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Konfirmation: Gedanken von Pfarrer Marcus Kalkofen, Dürrmenz

Schon seit einiger Zeit vor Ostern tauchen sie vielerorts in den Zeitungen auf: die Bilder mit Teenagern in mehrheitlich dunkel gehaltenen Kleidern und Anzügen. Und sie sehen darin richtig gut aus. In den evangelischen Kirchengemeinden wird gefeiert. Nach gut einem Jahr Unterweisung im christlichen Glauben sind die jungen Leute im Gottesdienst aufgerufen zu bekennen, ob sie als getaufte Christenmenschen zu Jesus Christus und seiner Kirche gehören wollen. Seit der Reformationszeit vor fast 500 Jahren ist das so. Die Reformatoren gaben diesem Bekenntnisakt einen lateinischen Namen: Konfirmation. Meistens wird dieses Wort als „Befestigung“ übersetzt. Kann man aber an einem einmaligen Ereignis und mit ihm den Glauben von Menschen festmachen? Fest steht lediglich, dass das Leben, zumal das kirchliche, oft anderes lehrt. Und führt nicht ein Glaube, der allzu fest ist, dazu, dass er sich Veränderungen verweigert, und so am Leben vorbei?

Marcus Kalkofen.

Marcus Kalkofen.

Gerade im Leben aber braucht es Menschen, die mit ihrem Glauben Veränderungen wagen und einer verfestigten Sichtweise von Kirche als bloßer Institution eine besondere Lebensweise von Kirche entgegensetzen: als einer dynamischen Gemeinschaft von Menschen, die sich in all ihrer Unterschiedlichkeit und in dem, was sie zu glauben vermögen und was nicht, darin eins wissen: dass Gott fest zu ihnen steht. Das ermutigt zum Leben. Vielleicht sogar zu einem kirchlichen. „Ermutigung“ – auch so kann man Konfirmation übersetzen. Und so kann aus einem einmaligen Ereignis ein bleibender Impuls werden: als Ermutigung zum Aufbruch. Im Glauben und als Kirche. Gegen alle Verfestigung.

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