„Ermitteln in alle Richtungen“
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Schon seit Jahren kämpft der Fußballverein Fatihspor Pforzheim mit Attacken auf sein Vereinsheim
Der Verein Fatihspor Pforzheim erlebt harte Zeiten. Nach dem Brandanschlag auf das Klubhaus ist nun ein Verkaufspavillon am Spielfeldrand abgebrannt. Die Polizei ermittelt in alle Richtungen.
Nur noch eine Brandruine: Der Verkaufspavillon des Fußballvereins Fatihspor Pforzheim. Erst vor wenigen Wochen war im Klubhaus ein Feuer gelegt worden. Die Kriminalpolizei ermittelt, die Ursache des Feuers vom Samstagabend ist noch nicht geklärt. Foto: Sueddeutsche Mediengesellschaft
Pforzheim. „Es wird weitergehen, wir werden nicht das Handtuch werfen“, sagt der Vereinsvorstand Yunus Yazici. Bitter für den Verein: Beide Gebäude, sowohl das Vereinsheim, in dem vor etwa sechs Wochen ein Feuer gelegt worden war, sowie der Verkaufsstand am Spielfeldrand, waren nicht versichert. „Wir haben, nachdem wir mehrfach zur Zielscheibe von Vandalismus geworden waren, keine Versicherung gefunden.“ Insgesamt beläuft sich der entstandene Sachschaden mittlerweile auf rund 250000 Euro. Vereinschef Yazici berichtet, dass der Klub seit dem Jahr 2000 immer wieder mit Attacken auf seine Infrastruktur zu kämpfen gehabt habe. Scheiben seien eingeworfen worden, Sitzschalen abgerissen worden. Haben die Fußballer vor diesem Hintergrund nie über eine Videoüberwachung nachgedacht? Durchaus, macht Yazici im Gespräch mit unserer Zeitung deutlich, aber dies wäre auf dem öffentlichen Gelände, aus datenschutzgründen heikel gewesen, weil eine Außenkamera dann auch den benachbarten Parkplatz einer Schule im Fokus gehabt hätte. Der Vereinschef hat bis jetzt keinen Verdacht, wer es auf das Klubhaus und den Verkaufspavillon abgesehen haben könnte. „Wir haben keine Vermutung. Wir sind nie bedroht worden und haben keine Feinde“, sagt Yazici. Das Kreisliga-Team sei multikulturell zusammengesetzt, widerspricht der Vorsitzende dem Eindruck, dass es sich um einen rein türkischen Fußballverein handele. Ein paar Spieler seien Kurden, und neben türkischstämmigen Fußballern habe man Italiener und auch Deutsche im Verein.
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