Erhebung: Frauen haben die schlechteren Jobs

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Gewerkschaften kritisieren Entwicklung – Frauenanteil an den Mini- und Teilzeitjobs im Enzkreis ist überproportional groß

Enzkreis (pm). Auch im Enzkreis haben Frauen die schlechteren und die schlechter bezahlten Jobs, sie würden in Teilzeit- und Mini-Jobs gedrängt. Dies ist nach Mitteilung der Gewerkschaften Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) und Verdi das Ergebnis einer Erhebung des Pestel-Instituts Hannover.

Nach Angaben des Instituts sind nur 32 Prozent aller Vollzeitstellen im Enzkreis mit Frauen besetzt, während der Frauenanteil bei den Teilzeit- und Mini-Jobs 72 Prozent betrage. „Frauen machen immerhin rund 10600 Mini-Jobs im Enzkreis. Gerade hier ist das Niedriglohn-Risiko am höchsten: Zwei von drei der Mini-Jobs werden mit weniger als 8,50 Euro pro Stunde bezahlt, oft liegen sie sogar weit darunter“, sagt Susanne Wenz, Geschäftsführerin des Verdi-Bezirks Mittelbaden-Nordschwarzwald, die eine „Niedriglohn-Schicht“ beklagt, die vom „fair bezahlten und damit anständigen Arbeitsmarkt“ mehr und mehr abgekoppelt werde. „Gerade Frauen werden als billige Arbeitskräfte von Teilen der heimischen Wirtschaft regelrecht ausgenutzt“, so Wenz.

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