Erbitterter Kampf unter der Guillotine
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Premiere des Dramas „Dantons Tod“ am Theater Pforzheim
Pforzheim (pm). Frankreich im Frühjahr 1794: Der König ist tot, hingerichtet vom eigenen Volk im Zuge der französischen Revolution. Es folgt eine brutale Administration und die Zeit der sogenannten „Schreckensherrschaft“ in Frankreich rund um den von Georges Danton mitbegründeten Wohlfahrtsausschuss und dessen Vollstreckungsorgan, dem Revolutionstribunal. Über 30000 Menschen, Sympathisanten des Königs und Regimegegner, aber auch unbequeme Politiker finden unter der Guillotine den Tod durch Enthauptung. Georg Büchners historisches Drama gehört zu den bedeutendsten Werken des 19. Jahrhunderts. Das Stück ist auch heute noch hochaktuell: Korruption, Machtmissbrauch, Wankelmut im Volk, all das sind Themen, die auch im 21. Jahrhundert nicht an Relevanz eingebüßt haben. Schauspieldirektor Murat Yeginer inszeniert das Drama, das im Übrigen auch zu den „Sternchenthemen“ des baden-württembergischen Abiturs zählt und Premiere am Samstag, 8. November, um 19.30 Uhr im Großen Haus des Theaters Pforzheim feiert.
Mit gut 30 Darstellern und zusätzlichen Statisten galt „Dantons Tod“ bei seiner ersten Veröffentlichung 1835 als unaufführbar. Zu dieser Zeit war es allerdings auch unüblich, die vom Autor vorgegebene Personenzahl zu verändern. Da hat es das Theater Pforzheim heute leichter: Mit vier Darstellern und einer Darstellerin komprimiert Regisseur Murat Yeginer den Text auf die Kernfragen nach den Konsequenzen von Revolutionen und lässt die Figuren in einem schlichten, zeitlosen Raum auftreten.
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