Enztal ist Reptilienland
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Schlingnatter und Mauereidechse lieben die Steillagen
Mühlacker-Mühlhausen. Die Steillagen über der Enz bei Mühlhausen und Roßwag sind nicht nur Heimat besonderer Weine, sie sind auch Reptilienland. Vor allem das Reptil des Jahres 2013, die Schlingnatter, und das Reptil des Jahres 2011, die Mauereidechse, leben so zahlreich an den Hängen wie kaum an einem anderen Ort in Baden-Württemberg.
In den Weinbergen bei Mühlhausen ist die Mauereidechse häufig zu sehen. Foto: Lechner
„Beide Arten sind in alten, nicht verfugten Trockenmauern zu Hause, und die gibt es an den beiden Hängen noch reichlich“, erklärt der Reptilienexperte Peter Zimmermann, der beim Regierungspräsidium Karlsruhe für die Naturschutzgebiete im Enzkreis zuständig ist. Die Hohlräume in den traditionellen Weinbergmauern bieten sowohl der kleinsten Schlange Deutschlands als auch der seltenen Mauereidechse alles, was sie zum Leben brauchen: sichere Verstecke zum Überwintern, Rückzugsflächen für die kühlen Nachtstunden und ein optimales Jagdrevier. „Die Mauereidechse ernährt sich überwiegend von kleinen Insekten oder Spinnen, und die Schlingnatter frisst am liebsten Mauereidechsen“, erklärt Zimmermann.
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