Enzkreis-Jobcenter zieht in die Ziegelei

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Mühlacker. Das Grundstück der ehemaligen Ziegelei, die Ende 2009 die Produktion einstellte, gilt in direkter Nähe des Bahnhofs als Gelände mit großem Potenzial – und das über die Stadtgrenzen hinaus. Während die Stadt Mühlacker im Kontakt mit dem Eigentümer bereits Visionen für ein großflächiges Wohngebiet in Verbindung mit Dienstleistungen entwirft, ist der Enzkreis auf der Suche nach neuen Räumen ebenfalls auf die Industriebrache aufmerksam geworden. Für die Außenstelle des Jobcenters, die künftig die Hartz-IV-Empfänger im Raum Mühlacker betreut, hat der Landkreis den 1979 erbauten, viergeschossigen Bürotrakt mit einer Nutzfläche von knapp 1000 Quadratmetern angemietet. Der Vertrag mit dem Eigentümer, einer belgischen Immobiliengesellschaft, die zum Ziegelhersteller Wienerberger gehört, sei bereits unter Dach und Fach, bestätigt auf Nachfrage Landrat-Stellvertreter Wolfgang Herz.

Noch prangt der Schriftzug des Ziegelproduzenten an der Fassade, doch im neuen Jahr werden im ehemaligen Verwaltungstrakt des Ziegelwerks Hartz-IV-Empfänger betreut.

Noch prangt der Schriftzug des Ziegelproduzenten an der Fassade, doch im neuen Jahr werden im ehemaligen Verwaltungstrakt des Ziegelwerks Hartz-IV-Empfänger betreut.

Das Jobcenter, das Leistungen für Langzeitarbeitslose bewilligen und gleichzeitig versuchen wird, sie wieder in Lohn und Brot zu bringen, nimmt am 2. Januar seinen Betrieb in Mühlacker auf, nachdem der Enzkreis, wie mehrfach berichtet, künftig allein für die Betreuung der Hartz-IV-Empfänger in den 28 Gemeinden inklusive der Großen Kreisstadt Mühlacker zuständig ist. Die Außenstelle mit ihren 16 Mitarbeitern wird rund 770 sogenannte Bedarfsgemeinschaften und insgesamt rund 1500 Empfänger von Arbeitslosengeld II aus Mühlacker, Ötisheim, Illingen, Sternenfels und Wiernsheim betreuen. „Wir beziehen dafür zwei Stockwerke“, berichtet Hartmut Schölch, noch Leiter des Sozial- und Versorgungsamts und künftig Leiter des Jobcenters in Pforzheim mit seiner Filiale in Mühlacker. Der dortige Standort sei optimal, schwärmt Schölch: „Wir haben eine hervorragende Anbindung an die Bahn, genügend Platz für Parkplätze und ein Gebäude mit ausreichend großen Räumen, um diskrete und individuelle Beratungen zu ermöglichen.“

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