Entrümpler liefert Sprengkörper an

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Polizei verfolgt die Spur des Eigenbaus – Urheber und seine Motive sind noch unbekannt

Mühlacker. Zu welchem Zweck bastelt jemand aus Teilen, die sonst nur das Militär hat, einen Sprengkörper? Warum landet das explosive Bastlerstück anschließend auf dem Recyclinghof? Und wieso wird das explosive Fundstück nicht vor Ort entschärft, sondern im Streifenwagen zum Revier gebracht? Mitten in die Stadt?

Entrümpler liefert Sprengkörper an

Die Szenerie am Kreisverkehr vor dem Polizeirevier kurz nach der Entschärfung des Sprengkörpers. Eine Streife hatte ihn vom Recyclinghof in Maulbronn nach Mühlacker gebracht. Foto: Huber

Der Vorgang vom Dienstag wirft Fragen auf, die Dieter Werner auch tags darauf nicht alle beantworten kann. „Wir sind dran“, sagt der Sprecher des Polizeipräsidiums Karlsruhe und verweist auf die laufenden Ermittlungen. Immerhin scheint eines inzwischen klar: Bei dem Kunden des Recyclinghofs, der den brisanten Eigenbau zusammen mit anderem Abfällen auf der Maulbronner Deponie ablieferte, handelt es sich um einen professionellen Entrümpler, und von daher liegt der Verdacht nahe, dass der Sprengkörper aus einer Haushaltsauflösung stammen könnte. Die Firma, teilte am Nachmittag Dieter Werner mit, müsse noch befragt werden. „Über die genaue Herkunft und den Hersteller haben wir bislang noch keine Informationen“, bat der Polizeisprecher um Geduld.

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