EnBW-Chef will einen runden Tisch

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Sternenfels-Diefenbach. Als Forum für Optimisten und Anpacker versteht sich die Veranstaltungsreihe „Sternenfelser Gespräche“, die das Mühlacker Tagblatt und die Gemeinde Sternenfels gemeinsam veranstalten. Auch der Karlsruher Energiekonzern EnBW will, allen schlechten Prognosen zum Trotz, die Zukunft zuversichtlich angehen, wie Vorstandschef Hans-Peter Villis in der Diefenbacher Gießbachhalle deutlich machte. „Schaffen wir die Energiewende“ hatte er seinen Vortrag überschrieben – ohne Fragezeichen.

Spannendes Thema für die „Sternenfelser Gespräche“: Die Initiatoren der Vortragsreihe, Helmut Wagner, Michael Gutjahr, Sigrid Hornauer (v.li.) sowie Dr. Stephan Mohren und Hans-Ulrich Wetzel (v.re.) begrüßen den Referenten Hans-Peter Villis, der sich in Diefenbach als Befürworter eines Umbaus der Energieversorgung gab – doch dafür brauche es die richtigen Rahmenbedingungen.

Spannendes Thema für die „Sternenfelser Gespräche“: Die Initiatoren der Vortragsreihe, Helmut Wagner, Michael Gutjahr, Sigrid Hornauer (v.li.) sowie Dr. Stephan Mohren und Hans-Ulrich Wetzel (v.re.) begrüßen den Referenten Hans-Peter Villis, der sich in Diefenbach als Befürworter eines Umbaus der Energieversorgung gab – doch dafür brauche es die richtigen Rahmenbedingungen.

Einen Tag, bevor der Staatsgerichtshof über den EnBW-Deal in der Ära Mappus entschied, beschwor Villis die gemeinsamen Ziele der Politik und der Energieversorger. Die Energiewende, der Ausstieg aus der Kernenergie und der Ausbau der regenerativen Energien gelten als Herkulesaufgabe, wobei das Verhältnis der großen Energieversorger und der Bundes- und Landespolitik nicht immer frei von Störfällen war. In Diefenbach erfuhren die geladenen Gäste, wie das drittgrößte deutsche Energieunternehmen und Nummer acht auf dem europäischen Markt sich den „äußerst ambitionierten Vorgaben aus der Politik“ stellen will: „Wir schaffen das!“, zeigte sich Villis überzeugt, aber: „Es macht nicht ,schwupp‘, und die Energiewende ist da.“ Es brauche eine Übergangszeit, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten, mahnte der EnBW-Chef.„Es macht nicht ,schwupp‘,und die Energiewende ist da“Nach eigenem Bekunden setzt er auf den Dialog. „Wir brauchen Reserven, denn wir sind auf Kante genäht. Hier müssen wir mit der Politik in Stuttgart und Berlin diskutieren.“ Der Bau neuer, leistungsfähiger und umweltfreundlicher Energieerzeugungsanlagen und der dazu gehörenden Hochspannungsnetze sei teuer und die Frage der Wirtschaftlichkeit für die Unternehmen ein wichtiger Faktor. Eine erfolgreiche Energiewende brauche zudem die Akzeptanz der Bevölkerung, „das ist uns nicht erst seit Stuttgart 21 klar“.

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