Elterninitiative setzt auf Inklusion
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Forderung: „Löst die Sonderschulen auf!“ – Referat vor Mitgliedern der Bildungsgewerkschaft GEW
Enzkreis/Pforzheim (pm). Die Inklusion, also die Eingliederung von Kindern mit Behinderungen in die Regelschulen, brauche eine klare Ansage der Kultusbehörde. „Alle Sonderschule müssen aufgelöst werden, denn konkurrierende Systeme wären zu teuer“, lautete die Botschaft Kirsten Ehrhardts von der Elterninitiative „Gemeinsam leben – Gemeinsam lernen“. Erhardt stellte das Konzept der Elterninitiative beim Treffen der Arbeitsgruppe „Inklusion“ der GEW (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft) Pforzheim/Enzkreis vor. Demnach sollen alle Kinder eines Bezirks die zuständigen Regelschulen besuchen, ob behindert oder nicht. Die Sonderschulen sollen als Kompetenzzentren nur noch kurze Zeit bestehen, bis alle Sonderschüler integriert sind oder die Sonderschulen auslaufen. Die Lehrer würden auf die Regelschulen verteilt.
Geht es nach dem Willen der Initiative, sollen auch alle Begriffe mit dem Vorwort „Sonder“ aus dem Schulsystem verbannt werden. Von einem System, zum Beispiel einer Grundschule für alle Kinder eines Bezirks, würden alle Schulkinder profitieren, so Ehrhardt, deren Sohn, ein Kind mit Down-Syndrom, mit Freunden aus der Nachbarschaft die gemeinsame Grundschule besucht. Nach Ehrhardts Auffassung benötigten Kinder mit Behinderung keinen Schonraum, sondern ein bisschen Rücksicht, und das brauchten alle Kinder. Klassen mit mehreren Kindern mit erhöhtem Förderbedarf sollten zwei Lehrer zur Verfügung stehen. Die Ressourcen Personal und Ausstattung müssten „den Kindern folgen“.
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