Eltern müssen für Kinderbetreuung mehr bezahlen
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Umstrittene Gebührenerhöhung findet im Rat eine klare Mehrheit
Maulbronn. Wer in Maulbronn ein Kind in einer Krippe untergebracht hat, muss künftig deutlich mehr für die Betreuung bezahlen. Der Gemeinderat hat am Mittwoch eine Anhebung der Elternbeiträge für die verschiedenen Kinderbetreuungsangebote beschlossen, die gleich vom nächsten Kindergartenjahr an greift. Die Elternbeiträge werden im Schnitt um acht Prozent steigen, im Kindergartenjahr 2018/2019 folgt eine weitere Erhöhung um drei Prozent.
Einzelne Stadträte übten heftige Kritik am Vorstoß der Verwaltung, die mit ihrem Vorschlag für eine Anhebung der Beiträge den aktuellen Empfehlungen von Fachverbänden folgt. Die Verantwortlichen im Rathaus streben eine Erhöhung des Kostendeckungsgrads an und sehen die Eltern dabei in der Pflicht. Bisher können durch die Elternbeiträge rund zwölf Prozent des jährlichen Millionenabmangels aufgefangen werden, den die Kinderbetreuung verursacht. Die Verwaltung will, dass dieser Anteil künftig bei rund 20 Prozent liegt. Bürgermeister Andreas Felchle bezeichnete dies als „angemessen“. Besonders im Krippenbereich, der personalintensiv ist, werden die Eltern verstärkt zur Kasse gebeten. Dort erhöht sich der Beitrag ab dem September für Eltern eines Kindes zunächst um 28 Euro und ab September 2018 noch einmal um 50 Euro. Der Rathauschef begründete den Preissprung mit Tarifsteigerungen, die sich bei den Personalkosten entsprechend niederschlügen. „Der Verwaltung ist bewusst, dass dieser Vorschlag von erheblicher Bedeutung für die Nutzer der Krippen in Maulbronn ist“, heißt es in der Sitzungsvorlage der Stadträte.
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