Einzelhandel vermisst Rückhalt im Ministerium
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Verkaufsoffene Sonntage: Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut macht wenig Hoffnung auf Ausnahmeregelungen.
Mühlacker (pm/the). Für Ernüchterung im örtlichen Einzelhandel sorgt eine wenig optimistische Stellungnahme aus dem Wirtschaftsministerium, was die Durchführung von verkaufsoffenen Sonntagen ohne größeres Rahmenprogramm betrifft. „Ich bin maßlos enttäuscht und verärgert“, sagt der Vorsitzende des Mühlacker Citymanagement-Vereins, Hans-Ulrich Wetzel. Auch der Nieferner Landtagsabgeordnete Professor Dr. Erik Schweickert kritisiert die mangelnde Entschlossenheit der Landesregierung: „Die Bekanntgabe des Wirtschaftsministeriums, dass es keine Möglichkeit für die begrenzte Durchführung von verkaufsoffenen Sonntagen ohne Anlassbezug sieht, ist ein herber Schlag für die Einzelhandelsgeschäfte in Baden-Württemberg. Das Ministerium sollte hier mehr Mut zeigen und bereit sein, auch rechtliches Neuland zu betreten.“
Fester Bestandteil des Martinimarkt-Programms: das Glücksrad des Mühlacker Tagblatt. Foto: Archiv
Wie berichtet, hatte der FDP-Politiker vor dem Hintergrund der Corona-Krise das Wirtschaftsministerium darum gebeten, Ausnahmen von der bisherigen Regel zu prüfen, wonach verkaufsoffene Sonntage nur in Verbindung mit Veranstaltungen beziehungsweise Stadtfesten möglich sind. Allerdings sind wegen der Pandemie viele Großveranstaltungen – in Mühlacker wurden der „Mühlacker Frühling“ und der Dürrmenzer Herbstmarkt abgesagt, während der Martinimarkt in bisheriger Form unrealistisch erscheint – nicht möglich. Die Einzelhändler fürchten deshalb in schwierigen Zeiten um wichtige Einnahmen.
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