Einzelhaft nach gescheiterter Flucht

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Friedmar Sonntag berichtet über sein Leid im „Unrechtsstaat DDR“ – Schon als Kind als nicht systemkonform abgestempelt

Wiernsheim-Pinache. Am 9. November 1989 fiel mit der Berliner Mauer die äußerliche Trennung Ost-West. Neben den groß inszenierten Feiern wirken eher die stillen Mahner nachhaltig. Einer wie Friedmar Sonntag, der aus eigenem Erleben rückblickend über das Leid der Nichtangepassten im ehemaligen „Unrechtsstaat DDR“ berichtet. Die evangelische Kirchengemeinde Pinache hatte ihn zu einem Gesprächsabend eingeladen.

Friedmar Sonntag. Foto: Filitz

Friedmar Sonntag. Foto: Filitz

Sonntag, Jahrgang 1953, mit drei Brüdern in einem christlich geprägten Elternhaus in der Nähe von Karl-Marx-Stadt, heute wieder Chemnitz, aufgewachsen, nie Mitglied bei den Jungen Pionieren oder der Freien Deutschen Jugend (FDJ), keine Jugendweihe, sondern Konfirmation und somit schon als Junge als nicht systemkonform abgestempelt. „Es war hart, wenn in der Schule verlesen wurde: ,Zehn junge Pioniere und ein Schüler zur Fahnenweihe angetreten‘ – der eine war ich. Ich war dabei, aber gehörte nicht zum Kreis der Schulkameraden dazu.“

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