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Zwei Ausstellungen beleuchten im Illinger Rathaus die Themen Krieg, Flucht und Vertreibung
Illingen. Erinnerungskultur ist stets mit der Frage der Aktualität verbunden. Anlass, sich mit den schrecklichen Ereignissen des 20. Jahrhunderts und ihren langfristigen Folgen zu beschäftigen, bieten zwei Ausstellungen im Illinger Rathaus, die am Dienstag, musikalisch begleitet von Bläsern der Gemeinschaftsschule Illingen-Maulbronn, eröffnet wurden. „Geflohen – Vertrieben – Angekommen?!“ und „Gräber mahnen zum Frieden“ seien zwei Ausstellungen, die sich thematisch nahestünden, wenn nicht gar ergänzen, erklärte der stellvertretende Bürgermeister Winfried Scheuermann die Doppelbelegung.
Bürgermeister-Stellvertreter Winfried Scheuermann neben Fotografien deutscher Kriegsgräberstätten in Ägypten und Belgien. Foto: Rieger
72 Jahre sind zwar seit Ende des Zweiten Weltkrieges vergangen, doch die unmittelbaren Folgen sind auch in Illingen heute noch zu spüren. So habe Illingen wie viele Gemeinden zahlreiche Vertriebene aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten aufgenommen, betonte Scheuermann. Obwohl der Ausstellung solche lokalen Bezüge fehlen, schlägt sie die Brücke von der in Deutschland in den 30er Jahren stattfindenden Emigration politisch Verfolgter und jüdischer Menschen, vom nationalsozialistischen „Heim ins Reich“-Rückruf über die Vertreibung in der Nachkriegszeit bis hin in die Gegenwart und zu weltweiten Migrationsströmen.
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