„Einer, der Fäden zieht, ist wichtig“

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Hasan Ali Özer begrüßt Beschluss der Gemeinderatsmehrheit

Mühlacker. „Herr Luqman hat uns mit seinem Weggang einen Bärendienst geleistet“, stellte Johanna Bächle, Leiterin des Amts für Bildung und Kultur, in der Sitzung des Gemeinderats am Dienstagabend fest. Die Stadtverwaltung hält den Posten, den Luqman nur ungefähr fünf Monate lang innehatte, nämlich jenen eines Integrationsbeauftragten, für wichtig. Das Gleiche gilt für die Mehrheit des Gemeinderates, die sich nach einer längeren Diskussion für eine Wiederbesetzung der Stelle ausgesprochen hat (wir berichteten). Der Integrationsbeirat sollte wiederbelebt werden, wünscht sich Johanna Bächle, doch dies gehe nur mit Hilfe eines Integrationsbeauftragten, der die ehrenamtlichen Bemühungen um Integration bündle.

Auch Hasan Ali Özer, der Sprecher der türkisch-muslimischen Vereine in Mühlacker, der sich seit Jahren selbst für ein harmonisches Miteinander von Migranten und Einheimischen einsetzt, freut sich über die Entscheidung des Gemeinderats, allerdings bezweifelt er, dass mit einer halben Stelle alle anstehenden Aufgaben zu lösen sind. Der Austausch zwischen Menschen verschiedener Kulturen, aber auch zwischen verschiedenen Migrantengruppen sei weiter zu verbessern. Zwar gebe es bereits Netzwerke, aber niemanden, der diese bündle. Eben deshalb sei ein Integrationsbeauftragter notwendig. „Einer, der die Fäden zieht, ist wichtig“, so Özer, der sich für Begegnungen und gegenseitiges Kennenlernen ausspricht. Allerdings brauche ein Integrationsbeauftragter für seine Arbeit freilich auch genügend Zeit und überdies „ein Budget“. Darüber hinaus müsse Luqmans Nachfolger „Empathie mitbringen, bereit sein für Sensibilitäten und offensiv auf Menschen zugehen“.

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