„Eine geradezu gespenstische Stille“

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Prozess nach Überfall auf Pforzheimer Schmuckfirma fortgesetzt

Pforzheim (weg). Die Täter, die am 30. August 2013, gegen 12.45 Uhr, die Firma Dettinger in der Westlichen Karl-Friedrich-Straße überfallen haben, müssen gut informiert gewesen sein. Sie kannten den Zahlencode zur Eingangstür, und sie wussten, dass freitags nach 12 Uhr kaum noch jemand in der Firma sein würde. „Eigentlich“ wäre niemand um diese Zeit mehr da gewesen, erklärte am Dienstag der Juniorchef der Firma als Zeuge vor der Auswärtigen Großen Strafkammer unter Vorsitzendem Richter Hermann Meyer. Aber an jenem Freitag befanden sich noch acht Mitarbeiter in den Räumlichkeiten, weil eilige Aufträge zu bearbeiten waren.

Wie berichtet, sitzt ein 32-jähriger Italiener auf der Anklagebank. Staatsanwältin Friederike Bauer wirft ihm vor, er sei an dem Überfall beteiligt gewesen, bei dem es alles andere als zimperlich zugegangen war. Die Mitarbeiter wurden geschlagen, getreten, gefesselt und eingesperrt. Währenddessen warfen wohl mindestens zwei Täter Schmuck, Edelsteine und Gold in Säcke und in eine mitgebrachte Sporttasche – die sie in der Eile dann stehenließen mit Schmuck im Wert von 250000 Euro – und schleppten 16 Schmuckkoffer nach unten, wo am Hinterausgang ein Wagen des Paketpostdienstes stand. Der Angeklagte sagt, er sei nur der Fahrer gewesen, habe die Firma nie betreten. Drei Männer, deren Namen er nicht nennen könne, weil er und seine Familie sonst in Lebensgefahr schwebten, hätten die Tat ausgeführt.

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