„Eine ganz besondere Liebesgeschichte“

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Format „Kino und Buch“: Im Scala Filmtheater Mühlacker treffen Bestseller und Verfilmung aufeinander

Mühlacker. Am Dienstag lockte das einzigartige Format „Kino und Buch“ wieder zahlreiche Besucher ins Scala Filmtheater in Mühlacker. Rund 60 Reservierungen waren hierfür bei den Veranstaltern eingegangen. Der Filmeabend mit Buchbesprechung wird regelmäßig in Zusammenarbeit mit Buch-Elser organisiert. Bereits seit zehn Jahren bereiten die Veranstalter diverse Kinofilme und ihre literarischen Vorlagen durch sorgfältige Recherchen in dieser Form auf und bringen sie so den Besuchern nahe. Dabei werden die verschiedensten Titel und Werke aufgegriffen. Am vergangenen Dienstag standen der internationale Bestseller „Gut gegen Nordwind“ des österreichischen Autors Daniel Glattauer sowie die gleichnamige Romanverfilmung im Mittelpunkt.

„Eine ganz besondere Liebesgeschichte“

Die Einführungsveranstaltung zum Film führte Janka Bohm von Buch-Elser durch. Der Roman, informierte Bohm, erzähle die Begegnung der beiden Hauptcharaktere Leo Leike und Emma Rothner, die sich nicht im echten Leben kennenlernen, sondern über ein ungewöhnliches Zusammentreffen per E-Mail. Für unrealistisch hätten sowohl sie selbst als auch der Autor die Verfilmung des 2007 erschienenen Werks lange Zeit gehalten, beschreibt der Roman doch lediglich einen elektronischen Schriftwechsel zwischen den beiden Hauptcharakteren. „Zuerst war ich skeptisch, das Buch zu lesen – kommt da überhaupt ein richtiger Lesefluss auf?“ Doch schnell war sie überzeugt: „Ich konnte nicht wieder aufhören“, gesteht Bohm dem Publikum. Als „eine wunderbare, faszinierende, ganz besondere Liebesgeschichte“ beschreibt sie den Roman, der darüber hinaus hochspannende Fragen aufwirft: Kann wahre Liebe entstehen, wenn man sich ausschließlich auf virtueller Ebene begegnet? Und welche Konsequenzen bringt so eine Beziehung für die reale Welt mit sich? Begeistert zeigte sich Janka Bohm auch von der schauspielerischen Leistung der beiden Hauptdarsteller in der Verfilmung von Vanessa Jopp. Ein vielversprechendes Format, das die Besucher anzusprechen schien. Auch Alexandra Pfeil und Jan Schraishuhn aus Mühlacker besuchten die Buchvorstellung. Als Stammgäste kommen die beiden fast jedes Mal zu der Veranstaltung. Was macht für sie den Reiz dieses Formats aus? „Das Schöne ist, dass man immer etwas über das Buch oder den Autor erfährt. Es ist interessant, die Hintergründe zu hören – warum der Autor die Dinge ausgerechnet so beschreibt oder erzählt. Wir freuen uns auch deshalb, weil das Kino für uns weit und breit das beste ist: Man fühlt sich immer ein bisschen wie im eigenen Wohnzimmer“.

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