„Eine ganz andere Euphorie“

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Mühlacker-Lienzingen. „Lienzingen ist sehr stark.“ Die Worte von Sportfreunde-Spielleiter Jan Blutbacher sind Anerkennung und Mahnung zugleich. Anerkennung für den Gegner, Mahnung für die eigene Mannschaft, den Tabellenvierten ja nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Schließlich treffen die beiden erfolgreichsten Angriffe der Kreisklasse B1 aufeinander. 62 Tore haben die Sportfreunde bereits geschossen, 54 Mal versenkte Lienzingen den Ball im gegnerischen Kasten. Freilich feierten beide zwei zweistellige Kantersiege: die Sportfreunde gewannen mit 21:0 gegen den VfB Pforzheim II und mit 10:0 über die zweite Garnitur des FV Knittlingen II, Lienzingen schenkte der VfB-Reserve ein 11:0 ein und fertigte die PSG Pforzheim mit 11:2 ab. „Aber auch solche Spiele muss man mit aller Konsequenz durchspielen, und nicht bei 4:0 auf Sparflamme schalten. Schließlich kann es am Saisonende auch auf die Tordifferenz ankommen“, betont Hüsnü Gür.Beide Kontrahenten sind jüngst dem FV Tiefenbronn unterlegenLienzingens Trainer hofft, dass sein Sturmtrio Florian Barth, Sven Oppermann und Güngör Topal auch übermorgen trifft. „Favorit sind klar die Sportfreunde, aber ein Punkt sollte drin sein.“ Motivieren muss er seine Mannschaft kaum. „Da ist eine ganz andere Euphorie“, fasst er die Stimmung vor dem Stadtderby zusammen. „Die Spieler beider Teams sind teilweise untereinander befreundet, einige haben schon für den jeweils anderen Verein gespielt.“ So sieht es auch Sportfreund Blutbacher: „Gegen Lienzingen waren das schon in der vergangenen Saison heiße Fights, eigentlich noch heißer als gegen die Nullachter.“ Beide Male hatte Mühlacker das bessere Ende: Auf eigenem Platz siegten die Sportfreunde mit 4:3, in Lienzingen feierten sie gar einen 8:3-Erfolg.

Immer ein heißes Duell, so auch im April dieses Jahres, als Lienzingen (in Gelb) den Sportfreunden mit 3:8 unterlag. Archivfoto: Eigner

Immer ein heißes Duell, so auch im April dieses Jahres, als Lienzingen (in Gelb) den Sportfreunden mit 3:8 unterlag. Archivfoto: Eigner

Dieses Heimdebakel am 25. April dieses Jahres ist den Lienzingern noch in frischer Erinnerung, und umso erpichter sind die Gelb-Schwarzen darauf, dem Tabellenführer ein Bein zu stellen. „So etwas wollen wir nicht noch einmal erleben“, sagt selbst Hüsnü Gür, der in der vergangenen Saison noch gar nicht Trainer des FVL war.

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