Eine Zeitreise auf der Leinwand

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Kommunales Kino erinnert an die 1968er-Bewegung

Pforzheim (ro). Bewegte Zeiten: Wann hat man die nicht? Während heute Demos an der Tagesordnung sind, hatte das Aufbegehren zur Zeit der „1968er“-Bewegung einen ganz anderen Charakter. Da fingen die Frauen gerade an, sich vom Kaffeekochen zu verabschieden und selbstbewusst Richtung Rednerpult zu marschieren, wie Doris Allisat 50 Jahre später anmerkt.

Doris Allisat ist Programmbeirat im Kommunalen Kino Pforzheim und hat unter anderem mit Winfried Thein sowie mit dem Leiter des Programmrats Martin Koch und auch Sebastian Hilscher trefflich diskutiert, wie man dem runden Jubiläum der bemerkenswerten Zeit mit einer filmischen Hommage begegnen könnte. Vieles hätte man noch aufnehmen können, so Winfried Thein, aber die Filme, die bis zum 12. Dezember im Kommunalen Kino (Koki) am Schlossberg laufen, weisen doch einen guten Querschnitt auf. Vom Lebensgefühl der Zeit berichten sie, aber sie kommen auch mit knallharten Fakten zum Thema RAF und Baader-Meinhof-Komplex daher. Auch wenn Filme wie „2001 – Odyssee im Weltraum“ vermeintlich unpolitisch sein mögen: Das sind sie nach Auffassung von Sebastian Hilscher nicht. „Man muss die alle politisch mitlesen“, findet er. In der besagten Odyssee nämlich gehe es auch darum, wie ein Computer eine der Hauptrollen übernimmt. „Auch heute wird oft über die künstliche Intelligenz geredet“, sagt er und nennt als Beispiel das autonome Fahren. Natürlich spielen auch die RAF-Terroristen Baader, Meinhof und Ensslin eine Rolle und die „Sympathisanten“ des Deutschen Herbstes.

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