Eine Standuhr als Gesellenstück

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Carmen Ostertag, angehende Schreinerin bei der Firma Heinzelmann, erhält eine Auszeichnung

Mühlacker. Nur das Gesellenstück trennt sie noch vom Ende ihrer Berufsausbildung als Schreinerin: Carmen Ostertag fiebert den zwei Wochen, in denen sie eine Standuhr bauen möchte, schon entgegen. In zehn Tagen geht es los. „Mir war es wichtig, dass man sieht, dass es ein Schreinerstück ist“, sagt sie. Ihre Klassenkameraden an der Alfons-Kern-Schule würden teilweise Schränke für Hifi-Anlagen oder andere moderne Einrichtungsgegenstände anfertigen, wie Ostertag erzählt. Sie hat sich nach reiflicher Überlegung hingegen für etwas Klassisches, eben eine Standuhr, entschieden. Das mag auch daran liegen, dass sie ihr Handwerk im Allgemeinen sehr schön findet und das Material – allem voran Holz – im Besonderen.

Eine Standuhr als Gesellenstück

Carmen Ostertag schließt ihre Schreiner-Ausbildung mit mindestens einem Preis ab. Foto: Deeg

Dass die Auszubildende ein Händchen für ihren Beruf hat, bestätigen nicht nur Werkstattleiter Steffen Schneider und Schreinerei-Betriebsleiter Frank Brunner, sondern auch die Werner-Stober-Stiftung. Die 36-Jährige ist nämlich eine von 59 Preisträgerinnen und Preisträger, die dieses Jahr mit dem Werner-Stober-Preis ausgezeichnet werden. Dieser wird für „hervorragende Leistungen in der Berufsausbildung in den Feldern Bautechnik/Farbtechnik und Raumgestaltung/Holztechnik“ verliehen. Unter „hervorragenden Leistungen“ versteht die Stiftung einen Notendurchschnitt, der besser als 1,5 ist. Fast etwas verlegen erzählt Ostertag von ihrem Durchschnitt im Abschlusszeugnis der Berufsschule: 1,2. „Vielleicht war es ein Vorteil, dass ich vieles von dem, was ich hier praktisch gemacht habe auch gut auf das Papier bringen konnte“, mutmaßt sie.

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