Eine Idylle als Erbe der Mönche

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Bernhardsweiher bietet Tieren einen wertvollen Lebensraum

Oberderdingen. Ein Eichelhäher ruft plötzlich aufgeregt aus den Baumkronen am gegenüberliegenden Ufer. Was ihn wohl stört? Vielleicht ein Habicht oder ein Jogger? Für den Wächter des Waldes, wie der bunte Rabenvogel auch genannt wird macht das keinen Unterschied. Er reagiert auf alles, was seiner Meinung nach nichts an seinem See verloren hat. Und für seine tierischen Nachbarn hat sein Wort Gewicht, wie der Ruf des Zwergtauchers zeigt, der jetzt vom Wasser her laut in den Protest des Eichelhähers einfällt. Zwei, drei Minuten schimpfen die beiden noch im Chor, dann breitet sich wieder erholsame Ruhe über dem Bernhardsweiher aus. Nur rote und blaue Libellen schwirren geräuschlos über das Wasser, ansonsten ruht der See still im Licht der Morgensonne. Eine Stille, die den kleinen See zumindest an Wochentagen auszeichnet.

Still liegt der Bernhardsweiher da.

Still liegt der Bernhardsweiher da. Foto: Lechner

Das war nicht immer so. Mit ein wenig Fantasie kann man sich das lärmende Treiben der Mönche vorstellen, die den See im 13. Jahrhundert anlegten und bewirtschafteten. Zisterzienser-Mönche, aber nicht etwa die vom benachbarten Kloster Maulbronn. „Der Bernhardsweiher war früher Eigentum des Klosters Herrenalb“, weiß der ehemalige Betreuer der Naturschutzgebiete im Enzkreis, Hans-Jürgen Görze.

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