Eine Gesellschaft auf der Suche
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Pforzheim (pm). Baustelle Demokratie: Richard Wagners „Lohengrin“ entsteht in der Zeit vor der Revolution 1848. Die Gesellschaft verspürt die Utopie, sich selbst ändern zu wollen. Diese Wünsche nach der Überwindung von Entfremdung sowie der Selbstfindungsprozess einer Gesellschaft spielen in seiner Oper eine zentrale Rolle. Der Held scheitert, obwohl er seine Wunschträume durchzusetzen versucht, denn Lohengrin appelliert an die Sinnlichkeit. Unter der Regie des Operndirektors Wolf Widder feiert „Lohengrin“ heute um 18 Uhr im Theater Pforzheim Premiere.
Zum Inhalt: Auf Brabant herrschen Machtstreitigkeiten. Graf Telramund beschuldigt Elsa, ihren Bruder Gottfried aus Machtgier ermordet zu haben, daher stehe die Befehlsgewalt ihm und seiner Gattin Ortrud zu. Das Recht soll durch ein Gottesurteil entschieden werden: Elsa erwählt für den geforderten Kampf einen Ritter aus einem Traum als Verteidiger ihrer Unschuld. Der Ritter aus Elsas Traum erscheint. Er wird für sie kämpfen, verspricht sich ihr sogar als Gatte, Elsa ist es jedoch verboten, ihn nach Name und Herkunft zu fragen. Der Unbekannte besiegt Telramund, schenkt ihm aber Gnade – ein Anlass für Ortrud und Telramund, Misstrauen in Elsas Gemüt zu säen und ihr die verbotene Frage zu entlocken.
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