Eine Erfolgsgeschichte gegen den Strom

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Ötisheim/Pforzheim. Eine silberne Zierblende für eine Tachoarmatur, eine Transportbox mit transparentem Kunststoffeinsatz – so unscheinbar die Produkte auf den ersten Blick wirken, so viel Innovationskraft verbirgt sich unter ihrer Oberfläche. „Diese Blende wird vom Kunststoffgranulat bis zum fertig verpackten Produkt vollautomatisch in einer Fertigungszelle hergestellt. Dabei müssen verschiedene Schritte – Spritzgießen, Lackieren, Trocknen und Verpacken – exakt aufeinander abgestimmt sein“, erklärt Geschäftsführer Michael Däbritz. Eine eindrucksvolle Demonstration der technischen Meisterleistung liefert der Roboterarm im Hintergrund. Mit den immer gleichen hochpräzisen Bewegungen greift, dreht, schwenkt und transportiert er die Kunststoffteile. Mit dem integrierten Verfahren lassen sich auch Personalkosten sparen, aber nicht nur. „Wir sparen rund 95 Prozent an Lack. Den Ausschuss konnten wir von 20 Prozent auf ein Prozent reduzieren“, zählt Däbritz zwei weitere Vorteile auf, die der Umwelt zugutekommen. „Produktionsabläufe wirtschaftlicher und umweltfreundlicher zu organisieren, sind zwei Ziele, die sich sinnvoll ergänzen“, betont Däbritz.

Varioplast-Geschäftsführer Michael Däbritz mit der Varioboxx – einer der zahlreichen Entwicklungen des Ötisheimer Unternehmens, das in manchen Dingen mutig gegen den Strom schwimmt.

Varioplast-Geschäftsführer Michael Däbritz mit der Varioboxx – einer der zahlreichen Entwicklungen des Ötisheimer Unternehmens, das in manchen Dingen mutig gegen den Strom schwimmt.

Eine Philosophie, die sich ebenso in Investitionen in Geothermie, Photovoltaik und Regenwassernutzung widerspiegelt und mit der jüngsten Entwicklung, der Varioboxx, weit über die Grundstücksgrenzen des Ötisheimer Firmengeländes hinausgeht. „Ein Lkw, beladen mit 1430 Varioboxxen statt Standard-Transportkisten, benötigt auf 100 Kilometern zwei Liter Diesel weniger, die CO2-Emission reduziert sich dabei um fünf Kilo“, rechnet Däbritz vor. Statt der üblichen geschlossenen Bauart handele es sich bei der Varioboxx um eine offene Rahmen-Konstruktion. „Kombiniert mit produktabhängig geformten Inlay-Boxen, entsteht eine sehr stabile, flexibel anpassbare und transparente Mehrweg-Verpackung“, erklärt Däbritz.

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