Einbrecher arbeiten im Akkordtempo
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Zwei Mitglieder einer Bande stehen seit gestern vor Gericht und schweigen sich aus – Komplize hat sich nach Georgien abgesetzt
Mindestens 23 Einbrüche im Februar und im März 2014 mit einer Beute im Wert von über 150000 Euro gehen auf das Konto einer Bande aus Georgien. Gegen zwei mutmaßliche Mitglieder, einen 26-jährigen Georgier und einen 36-jährigen Russlanddeutschen, begann gestern der Prozess vor der Auswärtigen Großen Strafkammer in Pforzheim.
Pforzheim/Enzkreis. Beide Angeklagte schwiegen beim Prozessauftakt. Trotzdem hatten die Dolmetscherinnen reichlich zu tun: Gut 20 Minuten übersetzten sie die Anklage von Staatsanwältin Friederike Bauer. Bei ihren Beutezügen zeigten die Bandenmitglieder bei ihrer Vorgehensweise Tugenden eines tüchtigen Arbeitnehmers: zeitlich flexibel, mobil, teamfähig, zupackend und fleißig. Sie waren mittags, abends und nachts unterwegs. Sie werden mit Einbrüchen in Pforzheim, im Enzkreis, in Calw und im Kreis Karlsruhe in Verbindung bebracht, sie stiegen in Villen ein, verschmähten aber auch die Wohnung im Mehrfamilienhaus nicht. Sogar ein fast 200 Kilo schwerer Safe wurde tatkräftig aus dem Obergeschoss eines Hauses bis in den Garten gewuchtet. Ihr Mindestlohn lag bei 300 Euro, der Wert der Spitzenbeute, die sie aus einem Haus schleppten, betrug über 30000 Euro.
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