„Ein schwarzer Tag für Ötisheim“
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Bürgermeister Werner Henle übt scharfe Kritik am Landratsamt – Enzkreis will Rondell im Frühjahr bepflanzen
Nach monatelangem Tauziehen und emotionalen Grundsatzdebatten ist am gestrigen Montag überraschend schweres Gerät am Ötisheimer Kreisverkehr angerückt, um endgültig Fakten zu schaffen: Die Aufbauten des Verkehrsrondells wurden entfernt.
Eine Sicherheitsrichtlinie der EU will es so: Bagger rollen auf den Kreisverkehr bei Ötisheim und räumen alle festen Einbauten ab, weil diese als gefährlich eingestuft werden. Über den sogenannten „Rückbau“ des Rondells, der sich unmittelbar vor den Toren der Gemeinde auf der Landesstraße in Richtung Maulbronn befindet, war monatelang emotional diskutiert worden.
Ötisheim. Der Protest von Ötisheims Bürgermeister Werner Henle, vielen Bürgern und auch Politikern ist am Ende ins Leere gelaufen. Das wurde gestern mit dem Auftritt der unbarmherzigen Baumaschinen am Knotenpunkt vor den Toren der Gemeinde in Richtung Maulbronn vollends deutlich. Henle betonte gestern noch einmal, dass der Rückbau nicht aufzuhalten war, gleichzeitig kritisierte er den Zeitpunkt für die Umsetzung des Ministeriumserlasses scharf: „Dass das eine Woche vor Weihnachten passiert, ist eine schöne Bescherung“, sagte Henle und fügte hinzu: „Ich bin maßlos enttäuscht von der Kreisverwaltung, die hier jegliches Fingerspitzengefühl vermissen lässt. Das hätte noch ein paar Tage warten können.“ Anscheinend sei die Gefährdungslage um Ötisheim so groß, dass kein Aufschub möglich gewesen sei – oder jemand habe die Muskeln spielen lassen, merkte der Schultes mit unverhohlener Ironie an.
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