Ein Plädoyer für die Meisterpflicht
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Handwerker verleihen bei Feierstunde mehr als 60 diamantene und goldene Meisterbriefe
Ispringen. Stolz könnten sie sein, und er wünsche ihnen alles Gute, sagt Gert Hager am Montagnachmittag in der Ispringer Festhalle zu den anwesenden Handwerksmeistern. Der ehemalige Pforzheimer Oberbürgermeister gratuliert ihnen zur Überreichung der 53 goldenen und der 16 diamantenen Meisterbriefe.
Eine beachtliche Zahl: die geehrten Meister mit ihren goldenen und diamantenen Meisterbriefen bei der Feierstunde in der Ispringer Festhalle. Foto: Roller
Die Jubilare kommen aus allen Bereichen des Handwerks, sind unter anderem Bäcker, Goldschmiede, Mechaniker, Schreiner, Werkzeugmacher, Elektroinstallateure, Fleischer und Glaser. „Sie kennen sich aus, Sie verstehen im wahrsten Sinn des Wortes ihr Handwerk“, ruft Hager ihnen zu, bevor er auf die aktuelle Lage blickt. Ein eigenes Unternehmen zu führen, sei heute alles andere als leicht, sagt der Ex-OB: Vieles werde von den Meistern verlangt. Etwa, jungen Menschen eine fundierte Ausbildung zu ermöglichen. Dabei sei man heute auch als Pädagoge gefragt und müsse mitunter erzieherisches Geschick beweisen. Hager verweist auf die hohe fachliche Kompetenz, die die Handwerksmeister einst in ihrer Ausbildung erworben haben. Und er erinnert daran, dass früher noch eine sechs- bis achtjährige Gesellenzeit Pflicht war, bevor die Meisterprüfung abgelegt werden durfte. Gleichzeitig ruft der ehemalige Rathauschef dazu auf, das Thema Fortbildung in Zukunft noch mehr in den Fokus zu stellen. Denn er ist überzeugt: Die revolutionären Umwandlungen würden auch vor dem Handwerk nicht haltmachen.
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