Ein Pionier zwischen Prunk und Bruchlandung
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Schmuckregion: Neue Serie unserer Zeitung startet mit einem Blick in die Dürrmenzer Geschichte auf Jean Leonhard Mergery
Gold und Pforzheim: Das Edelmetall und die Stadt sind im Bewusstsein vieler Menschen zu einer Einheit verschmolzen. Doch nicht nur der große Nachbar, der sein Schmuckjubiläum feiert, hat Glänzendes zu bieten. Den Perlen der Region ist eine neue Serie gewidmet. Von Prunk, aber auch der Kehrseite der Medaille erzählt die erste Folge.
1792 baute Mergery in Dürrmenz, musste das Gebäude aber später zur Begleichung seiner Schulden verkaufen. 1945 wurde das als „Reichmann’sche Haus“ bekannte Gebäude zerstört.
Mühlacker. Die Uhr ragt mehr als zwei Meter in die Höhe, ihr Sockel ist fast einen Meter breit, und sie steht in jeder Hinsicht für goldene Zeiten: Am Edelmetall wurde offensichtlich nicht gespart, und der erste Blick des Betrachters wird kaum auf das Zifferblatt, dafür aber auf die güldenen Figürchen darüber oder die ebensolchen Säulen darunter fallen. In die Kategorie Schatz also gehört jenes Prunkstück, das da im Untergeschoss des Mühlacker Rathauses unbeachtet von der Öffentlichkeit seiner Stunde harrt. Relevant für die Stadtkasse ist es freilich nicht, besitzt es als zwar imposante, aber eben nur auf stabilen Untergrund gedruckte Abbildung doch in erster Linie ideellen Wert. Ein Schatz der Erinnerung ist die Prunkuhr indes allemal, deren Original noch heute im Ludwigsburger Schloss steht und deren Schöpfer Jean Leonhard Mergery ein, wenn auch kurzes, so doch um so spannenderes Kapitel Mühlacker Schmuckgeschichte geschrieben hat.
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