Ein Jahrzehnt als Jesus

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Mühlacker. Unter den mehreren hundert Gläubigen und Schaulustigen auf dem Vorplatz des katholischen Gemeindezentrums St. Johannes breitete sich eine bedrückende Stimmung aus: Die Ankläger führen Jesus, zum zehnten Mal dargestellt von Giuseppe Linoria, zu Pontius Pilatus (Pascualino Catalano), dem römischen Statthalter in Jerusalem. Zuvor war Jesus entsprechend der biblischen Überlieferung von Judas (Mario Bonsignore) durch einen Kuss verraten worden.

Pontius Pilatus lässt sich durch die Klageweiber nicht beeindrucken und spricht sein Urteil, ...

Pontius Pilatus lässt sich durch die Klageweiber nicht beeindrucken und spricht sein Urteil, ...

Soldaten säumen das Geschehen. Pilatus geht vor allem der Frage nach, ob Jesus tatsächlich ein König sei oder, wie von der Menge behauptet, ein Übeltäter. Dann die Szene, als Pilatus die Menge fragt, welchen Gefangenen sie entsprechend der Sitte des Passahfestes in Freiheit haben wollten. Sie entscheiden sich, wie die Bibel lehrt, für den Verbrecher Barabbas, der dann jubelnd vor Jesus herumhüpft. Mit schmerzerfülltem Gesicht verfolgt Mutter Maria die gegen ihren Sohn gerichteten Vorwürfe und das abschließende Todesurteil. Die Dialoge sind zumeist in italienischer Sprache gehalten, doch auch, wer dieser Sprache nicht kundig ist, kann den Szenen mühelos folgen. Die Geschichte vom Leiden und Sterben Jesu kennt jeder.

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