Ein Dichter und sein Schicksal
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Maulbronn (pm). Das Eurythmiestudio Köngen hat Friedrich Hebbel in den Mittelpunkt eines Abends im Maulbronner Hölderlin-Haus der Anthroposophia gestellt, der unter dem Titel „Die unbegriffene Form des Seins: das Leben!“ stand. Für Rezitation zeichneten Rüdiger Fischer-Dorp, für Eurythmie Katrin Kellenbenz und Alexandra Neveu verantwortlich.
Einleitend zum komplizierten Schicksal des Dichters berichtete Rezitator Rüdiger Fischer-Dorp: „Das ins Materialistische abgleitende 19. Jahrhundert wird für das Leben freischaffender Künstler wie Friedrich Hebbel zum Kampf um die Existenz. Erst im 33. Jahr erlebt der Dichter eine unerwartete Wende: Er lernt die berühmteste Schauspielerin Wiens, Christine Enghaus, kennen, die dafür sorgt, dass seine Dramen aufgeführt werden. Bald gibt’s eine Hochzeit.“ Hebbels Gedichte hätten etwas Zukünftiges, seien wie für heute geschrieben, sagte der Rezitator und eröffnete den Abend mit „Welt und Ich“. Es folgte „Der Mensch“. Darin gehe es um zwei Seiten des Menschen. Die eine treibe zum Eilen, strebe ins Weite, die andere wolle verweilen, hänge am Nächsten, so Fischer-Dorp. Aus diesem Gedicht war das Motto des Abends entnommen. Die zahlreichen Besucher waren laut einer Pressemitteilung tief berührt von dem, was sie an Wort und Eurythmie erleben durften, und dankten durch langanhaltenden Beifall. Besonders gelobt wurden der Einsatz, die hohe sprachliche Gestaltungskraft und die lebensvolle Kunst der Bewegung.
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